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Jugendhaus Norden zieht neues Publikum an

Modernisierte Räumlichkeiten locken auch jüngere Jugendliche in die Parkstraße

Das Jugendhaus Norden ist seit über 40 Jahren fester Bestandteil der sozialen Landschaft der Stadt
Norden. Während der letzten Jahre hat sich am Standort in der Parkstraße viel getan. Mit dem
Abschluss der Baumaßnahme des neuen Multifunktionsraumes im Frühjahr 2019 ist das Vorderhaus
nun komplett saniert.

Die Investitionen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. „Wir können nun differenzierter in den neuen
Räumlichkeiten arbeiten und die neuen Räumlichkeiten locken auch ein neues Publikum an“, so
André Janssen, Leiter des Jugendhauses Norden. So war beispielsweise in der zweiten Jahreshälfte
2019 zu beobachten, dass viele junge Menschen ab 12 Jahren das Jugendhaus neu für sich
entdeckten. Alle paar Jahre ist in der offenen Kinder- und Jugendarbeit ein Generationswechsel zu
beobachten, bei dem sich ältere Jugendliche vom Haus lösen und neue Jugendliche dafür dort ihren
Platz finden.

Neben den üblichen Öffnungszeiten finden Angebote im Jugendhaus statt, die offen für alle
Besucher*Innen sind. Dies sind zum Beispiel Koch- und Back-AGs oder auch Musik-AGs. Ein
genauer Blick auf die Struktur der Besucher*Innen ist hier besonders wichtig, so Janssen. Jede
Gruppe hat unterschiedliche Ansprüche und Wünsche, und diesen gerecht zu werden ist das Ziel der
Arbeit.

Außer den Angeboten gibt es noch bestimmte Events, die in unregelmäßigen Abständen stattfinden.
Diese zeichnen sich durch einen größeren Organisationsaufwand aus und gehen direkt auf die
Wünsche und Vorstellungen der Jugendlichen ein. Hier haben auch die Jugendlichen die
Möglichkeit, das Programm mitzugestalten und mitzuarbeiten. „Wir müssen möglichst flexibel
reagieren können“, so Janssen. „Eine Sache, die im Januar interessant ist, ist vielleicht im März
schon wieder überholt“. Dies gilt vor Allem für spontane Aktionen, wie beispielsweise Kinobesuche
im Kino Emden oder Aurich, Teilnahme an bestimmten Sportveranstaltungen oder Kunstprojekten.
Die Jugendlichen, die im Moment vor Ort sind, geben den Ton an.

Die Eröffnung der Skateanlage an der Wildbahn im Sommer 2019 setzte ein weiteres wichtiges
Zeichen dafür, dass die Stadt Norden bereit ist, Orte für Jugendliche zu schaffen und mit den
Jugendlichen zusammen in den Austausch zu kommen. Im Jugendhaus wurde die AG Skatepark
gegründet, welche von interessierten Jugendlichen besucht wurde und nicht nur einen Arbeitskreis
für den momentanen Stand des Skateparks bilden soll, sondern auch in die Zukunft des Parks
blicken soll. Hier war vor Allem zu beobachten, dass die jugendlichen Teilnehmer*Innen wirkliches
Interesse zeigten und bereit waren, ihre Freizeit in das Projekt zu investieren. „Dies zeigt, dass den
Jugendlichen eben nicht egal ist, was auf der Anlage passiert. Sie wollen involviert sein und auch
den Menschen in der Politik zeigen, dass die richtige Entscheidung getroffen wurde, in geeignete
Orte für Jugendliche zu investieren“ unterstreicht André Janssen.

Für den professionellen Austausch über momentane Trends in der Jugendarbeit, aber auch um
Interessen von Jugendlichen, trifft sich einmal monatlich der Arbeitskreis für Offene Kinder- und
Jugendarbeit im Landkreis Aurich. Neben relevanten jugendpolitischen Themen tauschen sich hier
die Fachkräfte auch über die momentane Situation in ihren Häusern aus.

Die Struktur der Besucher*Innen im Jugendhaus ist bunt gemischt. Viele unterschiedliche Nationen
machen das Haus nicht nur zu einer Freizeiteinrichtung, sondern auch zu einer Begegnungsstätte.
Dies sieht man auch an kulturellen Veranstaltungen, wie zum Beispiel dem vietnamesischen
Neujahrsfestes, welches bereits traditionell seit vielen Jahren im Jugendhaus gefeiert wird. Klare
Regeln der Toleranz und der Ablehnung von Gewalt sorgen dafür, dass jeder Mensch sich wohl
fühlen kann.

2020 wird ein aufregendes neues Jahr für das Jugendhaus Norden. Mit der zugesagten
Fördersumme von 300.000 € vom Land Niedersachsen und der Aufbringung
der Stadt Norden kann in diesem Jahr noch der Baubeginn für eine neue Veranstaltungshalle
beginnen. „Moderne Jugendarbeit braucht moderne Räumlichkeiten, moderne Ressourcen und
moderne pädagogische Ansätze“, so Janssen. Dies fand bereits 2018 Anklang in der Norder Politik
und Verwaltung, als das neue pädagogische Konzept für das Jugendhaus beschlossen wurde.
Abgeleitet daraus wurde ein Raumkonzept entwickelt, welches nun in die Tat umgesetzt wird.

„Die Zusammenarbeit von allen Akteuren zeigt, wie wichtig gute und transparente Kommunikation
in der öffentlichen Verwaltung ist“, bestärkt Janssen. „Mit dieser Zusammenarbeit schaffen wir
gemeinsam hier einen neuen Ort für Jugendliche, der auch noch für die nächsten Jahrzehnte und
Generationen ansprechend sein wird!“

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