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Westermarsch II (11,687 km²)

Der Ortsteil Westermarsch II erstreckt sich

  • im Osten bis zur Norddeicher Straße (CVJM-Halle)
  • im Norden bis zum Dörper Weg (Metas Musikschuppen)
  • im Westen entlang der Deichlinie bis Utlandshörn (vormaliges Norddeich-Radio)
  • im Süden grenzt er mit einer historisch bedingten „Zickzack-Linie“ an Westermarsch I

Mit gut 8 km grenzt Westermarsch II mit einem „Schardeich“ ohne wellenbrechendes Vorland unmittelbar an das Wattenmeer. Daraus ergab sich seit jeher eine große Gefährdung bei schweren Sturmfluten. Bis ins 19. Jahrhundert konnten Mensch und Tier sich vor dem „blanken Hans“ nur auf den Warfen (=Wurten) retten, die noch heute gut zu erkennen sind und teils einprägsame Namen tragen: Ülkebült, Kugel, Osterwarf, Westerwarf, Waterwarf. Auf ihnen wurden seinerzeit sämtliche Bauernhöfe und die wenigen Wohnhäuser (zumeist von Landarbeitern) errichtet. Erst vor gut 1000 Jahren begann man Deiche zu bauen.

Die größte Sturmflut-Katastrophe gab es zu Weihnachten 1717.

Weil sich die breiten und tiefen Deichbrüche mit den damaligen Mitteln nicht schließen ließen, musste ein Teil vom Ortsteil Itzendorf aufgegeben und die Deichlinie landeinwärts zurückverlegt werden.

Der letzte Deichbruch ereignete sich im Februar 1825 auf Höhe des heutigen Hotels „Großer Krug“.

Bei nachfolgenden Sturmfluten, die an anderen Nordsee-Deichen teils dramatische Folgen hatten, z. B. 1953 in Holland oder 1962 in Hamburg, kamen die Westermarscher glimpflich davon. Nach der 1962er Sturmflut wurde das niedersächsische Deichgesetz beschlossen und auf dessen Grundlage nach einem „Generalplan“ die gesamte 650 km lange niedersächsische Deichlinie erhöht und verbreitert. In den 1970er Jahren kam der Westermarscher Deich an die Reihe. Seitdem konnten ihm selbst Sturmfluten, die deutlich höher aufliefen als 1962, nichts mehr anhaben. Heute ist der verstärkte Deich so sicher wie noch nie.

Wirtschaftlich ist Westermarsch II seit jeher und bis heute landwirtschaftlich geprägt. Alle Höfe werden als Familienbetriebe bewirtschaftet, die Rindvieh halten und/oder Ackerbau betreiben. Seit einigen Jahrzehnten trägt der Betriebszweig „Ferien auf dem Bauernhof“ maßgeblich zur Existenzsicherung der Familien bei. Die Urlauber können sich auf den Ferienhöfen ein unverfälschtes Bild von der aktuellen Landwirtschaft machen.

Weitere Informationen finden Sie

Wappen

Wappen Westermarsch II

In Blau ein goldenes dreiblättriges Kleeblatt, begleitet von drei (2:1) silbernen Sporenrädern.

Ortsvorsteher

Johann Oldewurtel
Ortsvorsteher Westermarsch II

Ziegeleistraße 3
26506 Norden-Westermarsch II

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