Rund um den Marktplatz

Im Herzen der Stadt befindet sich der 6,678 Hektar große baumbestandene Marktplatz.

Der von stattlichen Bürgerhäusern umgebene Platz gibt Auskunft über die interessante Vergangenheit Nordens.

Den Mittelpunkt des Marktplatzes bildet die aus rheinischem Tuffstein und Backstein errichtete imposante Ludgerikirche.

Sie bekam ihren Namen nach dem Apostel der Friesen und Schutzheiligen des Norderlandes Liudger.Der älteste Teil der Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Querhaus wurde im 14. bzw. 15. Jahrhundert erbaut. In der Ludgerikirche ist die berühmte Arp-Schnitger-Orgel zu bewundern.

Der Glockenturm wurde im 14. Jahrhundert errichtet. Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts war die Stadtwaage darin untergebracht. Im Erdgeschoß befindet sich seit dem Ende des 1. Weltkrieges eine Ehrenhalle für die Gefallenen. Das Glockenspiel ist täglich um 9.00 Uhr, 12.00 Uhr, 15.00 Uhr und um 18.00 Uhr zu hören.

In der Nähe der Ludgerikirche: Das Alte Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Gebäude beherbergte Handel und Gewerbe, war Versammlungsraum für Rat und Bürgerschaft, diente als Gerichtsort und Sitz der Verwaltung. Auch eine Verwendung als Tanz- und Festhaus für die Bürgergemeinde, Klassenraum, Gefängnis oder Berufsschule ist überliefert.

Bis 1884 diente das Gebäude als Rathaus. Seit 1922 nutzt der Norder Heimatverein die Räumlichkeiten. Im 1. Stock befindet sich der sogenannte Rummel, ein Festsaal mit Fliesenkamin und alten Möbeln. In der Theelkammer hat die Theelacht, die älteste bäuerliche Gemeinschaft Europas auf genossenschaftlicher Basis, ihren Versammlungsort.

Die Mennonitenkirche ist ein herrschaftlicher zweigeschossiger Backsteinbau. Erbaut 1662, wurde es 1795 von der Mennonitengemeinde gekauft. Die Nebenhäuser stammen aus den Jahren 1796 und 1835. Die Mennoniten sind eine im 16. Jahrhundert entstandene Religionsgemeinschaft.

Das heutige Rathaus wurde 1855 im klassizistischen Stil erbaut. Die Stadt Norden erwirbt das Haus 1884 und nutzt es seitdem als Rathaus.

Neben dem Rathaus befinden sich die wegen ihrer Ähnlichkeit "Drei Schwestern" genannten 3 Gebäude.Das linke Haus ist um 1570, das mittlere um 1630 erbaut worden. Das rechte Haus wurde 1963 abgerissen und 1991 nach altem Vorbild wieder errichtet.

Das Vossenhus stammt in seinem ältesten, mittleren Teil aus der Spätgotik (um 1500). Sein heutiges Aussehen erhält das Gebäude im 18. Jahrhundert durch den Weinhändler Voss, der das Haus als Gasthof nutzt.Das Gebäude beherbergt seit 1982 die Stadtbibliothek.

Das Schöninghsche Haus (Osterstraße 5) ist heute der reichste Renaissancebau in Ostfriesland.Der 1576 errichtete Bau zeigt eine ganz in Fenstern aufgelöste Giebelwand. An den Giebeln sind Sandsteinfiguren angebracht, die die Taten des Herakles darstellen.

 

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