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Förderung für die Errichtung von Photovoltaikanlagen als Balkonmodule

Im Folgenden finden Sie die Förderrichtlinie Photovoltaikanlagen als Balkonmodule, sowie weitere Informationen.

Mit dem städtischen Förderprogramm zur Errichtung von Photovoltaikanlagen als Balkonmodule möchte die Stadt Norden seine Bürgerinnen und Bürger bei der Anschaffung von einer Solarstromanlage unterstützen. Förderfähig ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) für Balkonmodule mit einem Modulwechselrichter und einer maximalen Leistung von 600 Watt auf und an Neu- und Bestandsgebäuden im Gebiet der Stadt Norden.

Ab Dienstag, 04.10.2022 um 10:00 Uhr ist eine Antragstellung möglich.

Verfahrensablauf

Die Antragstellung erfolgt online. Das Onlineformular für die Antragsstellung kann unter folgendem Link aufgerufen und digital eingereicht werden: Förderantrag Balkonmodule

Alternativ können Bürgerinnen und Bürger, die keinen Internetzugang haben, sich bei der Klimaschutzbeauftragten Frau Kracke telefonisch melden und ein Antragsformular im Rathaus entgegennehmen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an: balkonmodule@norden.de

Höhe der Förderung

Für Balkonmodule mit einem Modulwechselrichter und einer maximalen Leistung von 600 Watt wird ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 300,00 Euro als Festbetrag gewährt.

Zuwendungsvoraussetzungen
  • Förderfähig sind ausschließlich Balkonmodule mit einem Modulwechselrichter und einer maximalen Leistung von 600 Watt.
  • Der Antragssteller muss seinen Erstwohnsitz in der Stadt Norden, mindestens seit dem 01.01.2022, haben.
  • Die zu fördernde Wohneinheit muss als Dauerwohnung zur Verfügung gestellt werden. Eine Förderung von Zweit- oder Ferienwohnungen ist nicht möglich.
  • Balkonmodule müssen beim zuständigen Netzbetreiber (Stadtwerke Norden / EWE-Netz) angezeigt werden. Der Nachweis zur Inbetriebnahme erfolgt über das Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Der erforderliche Nachweis ist vom Berechtigten bereits im Antragsverfahren zu erbringen.
  • Die Wechselrichter der Balkonmodule müssen der europäischen Norm entsprechen und zertifiziert sein.
  • Es muss sich bei der geförderten Anlage um eine Neuanlage handeln, welche nicht vor dem 01.09.2022 beauftragt wurde.
  • Rechnung oder Bestellbestätigung ist bis spätestens vier Wochen nach Antragstellung nachzureichen.
  • Die Maßnahme muss den Anforderungen dieser Richtlinie entsprechen und nach anderen öffentlich-rechtlichen Vorschriften zulässig sein.
  • Antragstellende erklären sich bereit, dass die im Zuge des Antragsverfahrens durch die Stadt Norden erhobenen Daten zu statistischen Zwecken oder zur Weiterentwicklung dieses Förderprogrammes anonym genutzt werden können.
  • Antragstellende erklären sich einverstanden, dass eine Kontrolle der Bauausführung der Maßnahme durch die Stadt Norden jederzeit nach Absprache durchgeführt werden kann.
Was ist ein Balkonkraftwerk?

Ein Balkonkraftwerk ist ein Photovoltaikmodul, welches über einen Schutzkontaktstecker (Schuko-Stecker) für die Steckdose oder zugelassenen Spezialstecker für / mit entsprechender Spezial-Steckdose sowie einen integrierten Wechselrichter verfügt. Haushalte, die einen Balkon oder eine Terrasse besitzen, können mit dieser Mini-Solaranlage Strom für den eigenen Bedarf beziehen und so einen maßgeblichen Beitrag zum Schutz der Umwelt sowie zur Energiewende leisten. Die Installation eines Stecker-PV-Gerätes ist seit der im Mai 2018 veröffentlichten Vornorm DIN VDE V 0100-551-1 erlaubt. Dennoch ist es ratsam, vor Kauf und Inbetriebnahme eines solchen Geräts mit seinem Netzbetreiber in Kontakt zu treten.

Funktion eines Balkonkraftwerks

Balkonkraftwerke sind relativ simpel auf dem Balkon oder der Terrasse sowie an Fassaden installierbar. Sie erzeugen kostenlosen Strom aus Solarenergie, welcher in das Wohnungsnetz eingespeist wird und sofort nutzbar ist. Balkonkraftwerke können aus bis zu vier Solarmodulen bestehen, im Regelfall werden jedoch ein oder zwei Solarmodule verwendet. Diese leiten den erzeugten Strom über den Wechselrichter und die Steckdose ins Netz, wo er wiederum an anderen Steckdosen verbraucht werden kann.

Um so viel Sonnenenergie wie möglich erzeugen zu können, sollten Balkonkraftwerke nach Süden ausgerichtet werden. Neben dem Solarmodul, Wechselrichter und Verbindungskabel können Verbraucher/-innen optional auch einen Wechselzähler anbringen lassen. Obwohl der Betrieb eines Balkonkraftwerks mit Schuko-Stecker erlaubt ist, empfiehlt sich die Verwendung von Energiesteckdosen. Bei diesen Steckern ist die Gefahr der Überlastung deutlich geringer. Der Anschluss eines Balkonkraftwerks mit Energiesteckdosen an das Stromnetz des Gebäudes muss von einer Fachkraft durchgeführt werden.

Ein Solarmodul des Balkonkraftwerks kann über 25 Jahre eingesetzt werden und ca. 250 bis 280 kWh pro Jahr erzeugen. Wohnungseigentümer/-innen mit einem Stromverbrauch von ca. 1500 kWh pro Jahr können also bis zu 20 % ihres Grundbedarfs mit einem Balkonkraftwerk decken. Die Anschaffungskosten bewegen sich zwischen 400 und 1.000 Euro.

Vorteile und Besonderheiten von Balkonkraftwerken

Ein Vorteil bei der Verwendung von Balkonkraftwerken liegt natürlich in der Einsparung von Stromkosten. Sie ermöglichen außerdem auch Mieter/-innen, einen direkten Beitrag zur Energiewende zu leisten.

Sollte ein Balkonkraftwerk im Ausnahmefall zu viel Strom erzeugen, wird dieser in das öffentliche Netz eingespeist.

Vor der Installation sollte die Zustimmung der Hauseigentümer/-innen eingeholt werden. Zudem muss das Gerät beim örtlichen Netzbetreiber sowie der Bundesnetzagentur angezeigt werden.

Weitere Informationen und Hinweise zu diesem Thema finden Sie im Faktenpapier „Steckersolar - eigener Strom vom Balkon“ der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an: 04931 923-263

Quelle: Balkonkraftwerk - Energieberatung der Verbraucherzentrale (verbraucherzentrale-energieberatung.de)

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