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Modellkommune

Die Stadt Norden darf nach der Entscheidung des Landes Niedersachsen modellhaft das „sichere Öffnen“ von Handel, Gastronomie und Kultureinrichtungen erproben. 

Die Stadt Norden hat sich für das Modellvorhaben im Land Niedersachsen beworben und den Zuschlag erhalten. Mit diesem Projekt sollen Lockerungsschritte des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens und deren Einfluss auf das Infektionsgeschehen identifiziert werden. Es sollen wissenschaftlich belastbare Aussagen getroffen werden, ob und wie sich diese Lockerungen unter den Voraussetzungen des gezielten Einsatzes von Testkonzepten, digitaler Kontaktnachverfolgung und strikter Einhaltung der allgemeinen Corona-Regelungen auf das tatsächliche Infektionsgeschehen vor Ort auswirken.

FAQ – Teilnahme der Stadt Norden am Modellprojekt (Stand: 19.04.2021)

Allgemeine Informationen

Warum hat sich die Stadt Norden beworben?

Die Corona-Pandemie setzt uns allen zu. Als im März 2020 der erste „Lockdown“ erfolgte, haben alle Beteiligten nicht damit gerechnet, dass uns diese Pandemie über einen so langen Zeitraum so stark einschränken würde. Als im Mai/ Juni 2020 stufenweise Lockerungen – ohne Anstieg der Infektionszahlen - erfolgten, bestand schon die Hoffnung, dass das Coronavirus gut beherrschbar wäre. Der Herbst/ Winter 2020/2021 und die unterschiedlichen neuen Varianten haben uns eines Besseren belehrt. Der Mensch ist ein soziales Wesen – Abstandhalten fällt uns schwer. Die Bevölkerung und die heimische Wirtschaft leidet. Insofern soll die Durchführung des Modellprojektes ein wichtiger Schritt bei der Rückkehr zum „normalen (Geschäfts-)Leben“ sein, ohne das Risiko, dass die Infektionszahlen (unkontrolliert) steigen. Mit wohlüberlegten Lockerungen möchte die Stadt Norden den ersehnten Weg in die Normalität beschreiten und vorangehen.

Gibt es noch weitere Modellkommunen in Niedersachsen?

14 Kommunen in Niedersachsen können seit dem 6. April 2021 Modellprojekte zur Öffnung von Geschäften, Kultur und Außengastronomie starten. Die Städte Aurich, Achim, Hansestadt Buxtehude, Cuxhaven, Einbeck, Emden, Hann. Münden, Hildesheim, Hansestadt Lüneburg, Nienburg/Weser, Braunschweig und Oldenburg können neben Norden sichere Zonen einrichten, um für Bürger/Innen z. B. Einzelhandelsgeschäfte, die Außenbereiche von Restaurants und Cafés, Fitnessstudios, Kinos, Theater oder Galerien öffnen zu lassen.

Welche Voraussetzung muss eine Modellkommune erfüllen?

Die Zustimmung zur Durchführung des Modellprojekts durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung erfolgt unter der Maßgabe, dass die nach § 5 der Corona-Verordnung erforderliche Datenerhebung und Dokumentation für jede Person einschließlich jeder Mitarbeiter/In (im Sinn des § 18b Abs. 3 Satz 1 der Corona-Verordnung) elektronisch erfolgen und ein elektronischer Abruf der Daten durch die örtlich zuständige Behörde des Infektionsschutzgesetzes ermöglicht werden muss.

Wann beginnt das Modellprojekt?

Am Sonntag, 11. April 2021, haben die niedersächsische Landesregierung und die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsens die Verschiebung der niedersächsischen Modellprojekte bis zum Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene beschlossen.

Auch das Norder Modellprojekt wird daher nach aktuellem Stand nicht wie geplant am 16. April beginnen. Weitere Informationen folgen.

Wie lange dauert das Modellprojekt?

Die Dauer des Modellprojektes ist auf drei Wochen beschränkt.

Kann das Modellprojekt abgebrochen werden?

Das Modellprojekt ist nach Landesverordnung zu beenden, wenn die Inzidenz über einen Wert von 200 steigt.

Welches Teilgebiet umfasst das Modellvorhaben?

Das Projektgebiet umfasst folgende Straßen im Innenstadtbereich der Stadt Norden:

  • Westerstraße – Ecke Lentzlohne/Molkereilohne bis Am Markt
  • Am Markt (gesamte Fläche, inkl. Straße)
  • Osterstraße - Am Markt – Große Hinterlohne
  • Große Hinterlohne bis zur Brückstraße
  • Brückstraße – Ecke Heerstraße – Im Horst
  • Bahnhofsstraße – Ecke Fridericussiel
  • Neuer Weg (gesamte Fußgängerzone)
  • Am Markt – Osterstraße – Uffenstraße – Heringsstraße bis zur Dammstraße – Brückstraße bis zur Großen Hinterlohne
Modellprojekt des Landes Niedersachsen zur Öffnung des Einzelhandels u. a. - Projektgebiet Norden © Stadt Norden
Modellprojekt des Landes Niedersachsen zur Öffnung des Einzelhandels u. a. - Projektgebiet Norden © Stadt Norden

Warum umfasst das Modellvorhaben nur ein begrenztes Teilgebiet?

Die Verordnung vom Land Niedersachsen hat ausdrücklich Teilgebiete gefordert. Dies haben wir entsprechend berücksichtigt.

Wer kann am Modellprojekt teilnehmen?

Im Modellprojekt wird die Öffnung von

  • Einzelhandel, Dienstleistung, Fitnessstudios und EMS-Studios,
  • Gastronomie (nur außen) und
  • kulturellen Angeboten

möglich sein, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind und sich die Betriebe im Projektgebiet befinden.

Besteht eine Maskenpflicht in der Modellzone?

Während des Modellprojektes ist das Tragen einer medizinischen Maske (sog. OP-Maske), einer FFP2-Maske oder einer Maske mit mindestens gleichwertigem genormten Standard (z.B. KN95, N95) ohne Ausatemventil im Projektgebiet sowie in den Betrieben für Personal und Gäste/Kunden verpflichtend.

Gibt es Ausnahmen von der Maskenpflicht?

In der Außengastronomie sowie im Theater kann die Maske zum Verzehr von Speisen und Getränken am Sitzplatz abgenommen werden.

Wird die Einhaltung der Regeln kontrolliert?

Das Ordnungsamt wird mit Unterstützung der Polizei die strikte Einhaltung der Modellvorgaben kontrollieren.

Informationen für Kunden und Gäste

Unter welchen Bedingungen kann ich in die teilnehmenden Betriebe?

Es ist der Nachweis über einen negativen PoC-Antigentest durch das Festival Armband der DoctorBox App erforderlich, welcher nicht älter als 24 Stunden ist. In den teilnehmenden Betrieben wird das Armband mit dem QR-Code vorgezeigt und gescannt. Das Armband zeigt keine Nutzerdaten an, sondern lediglich das Testergebnis und seine Gültigkeit. Zudem ist vor Betreten des Betriebes ein Check-In über die Luca-App erforderlich. Dies geschieht durch Einscannen des QR-Codes des jeweiligen Betriebes. Beim Verlassen des Betriebes hat ein Check-Out zu erfolgen.

Wo kann ich einen PoC-Antigentest durchführen lassen?

Eine Übersicht der Corona-Schnelltestzentren in der Stadt Norden finden Sie hier: Corona-Schnelltestzentren Norden

Was kostet ein solcher PoC-Antigentest?

Die PoC-Antigentest (sogenannter Bürgertest) ist kostenlos.

Ist ein Selbsttest ausreichend, um ein negatives Testergebnis nachzuweisen?

Nein, Tests zur Eigenanwendung (Selbsttests) sind im Rahmen des Modellprojekts nicht zulässig.

Müssen sich Kinder testen lassen?

Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 6 Jahren müssen sich nicht testen lassen.

Müssen sich bereits geimpfte Personen auch testen lassen und die luca App nutzen?

Die Pflicht zur Testung entfällt, wenn die Besucherin oder der Besucher über entsprechende Impfdokumentation über eine seit mindestens 15 Tagen bei ihr oder ihm vollständig abgeschlossene Schutzimpfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 mit einem in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoff verfügt. Die luca App ist zum ein- und auschecken trotzdem zu nutzen.

Kann ich ohne negativen Test und Luca App in die Innenstadt?

Ja, Sie können sich frei bewegen und alle bisherigen Angebote, wie gewohnt, nutzen. Sie können jedoch keine Betriebe betreten, die am Modellprojekt teilnehmen.

Kann ich den Wochenmarkt ohne negativen Test und Luca App besuchen?

Ja, der Wochenmarkt kann wie bisher besucht werden. Auf die allgemeine Maskenpflicht wird nochmal verwiesen.

Ich will nur einen Kaffee trinken oder ein Eis essen. Brauche ich einen negativen Test und die Luca App?

Ja, wenn Sie den Kaffee oder das Eis nicht to go, sondern im Außenbereich des Betriebes verzehren möchten.

Ich wohne nicht in Norden. Kann ich auch kommen?

Das Modellprojekt richtet nicht nur an die Einwohner/Innen der Stadt Norden. Alle Besucher/Innen sind herzlich willkommen und können bei Vorliegen der geltenden Voraussetzungen die teilnehmenden Betriebe betreten und nutzen.

Zu den Voraussetzungen siehe oben: Unter welchen Bedingungen kann ich in die teilnehmenden Betriebe?

Informationen zur Luca App

Ist die Nutzung der Luca App zwingend erforderlich?

Ja. Es muss eine elektronische Kontaktnachverfolgung gemäß § 18b Abs. 3 Satz 1 der Niedersächsichen Corona-Verordnung gewährleistet sein. Das Land Niedersachsen hat sich zu diesem Zwecke auf die Nutzung der Luca App verständigt, sodass der Zutritt zu den teilnehmenden Betrieben nur durch die App erfolgen kann.

Wie funktioniert die Luca App?

Luca ist eine App, mit der die digitale Kontaktnachverfolgung in Unternehmen und Einrichtungen möglich gemacht wird. Anders als die Corona Warn-App der Bundesregierung erfasst die Luca App nicht nur, ob jemand Kontakt zu einer positiv auf Corona getesteten Person hatte, sondern auch, wo der Kontakt stattgefunden hat. Eine datenschutzkonforme Rückverfolgung von Infektionsketten wird somit unter Einbindung der Gesundheitsämter ermöglicht. Die Stadt Norden bittet deshalb Ihre Bürgerinnen und Bürger, die Vorteile der digitalen Kontaktnachverfolgung durch eine aktive Nutzung der Luca App, überall dort wo sie in Norden möglich ist, aktiv zu unterstützen.

Weitere Informationen zur Funktionsweise der App und Downloadmöglichkeiten finden Sie unter folgendem Link: www.luca-app.de

Kann der persönliche QR-Code der Luca App ausgedruckt und somit analog genutzt werden?

Dies ist nicht möglich. Aus Datenschutzgründen ändert sich der QR-Code laufend, sodass ein Ausdruck nicht möglich ist.

Stellt die Stadt Norden einen Schlüsselanhänger von Luca als Alternative zur Luca App?

Informationen zu den Schlüsselanhängern von luca folgen in Kürze.

Informationen zur DoctorBox App

Wie funktioniert die DoctorBox App?

Die aktuellen Planungen sehen vor, dass Interessierte im Testzentrum zur Teilnahme an der Modellregion ein „Festival“-Armband mit einem QR-Code erhalten. Das Testzentrum trägt in diesem QR-Code auf dem Armband das Testergebnis ein. Nach dem Nasenabstrich kann das Testzentrum verlassen werden und im Freien mit dem eigenem Handy sein Testergebnis abgerufen werden, indem man den QR-Code auf dem Armband mit der DoctorBox App scannt. In der App wird auch die Gültigkeit des Testergebnisses angezeigt. In den teilnehmenden Betrieben wird bei Einlass das Armband mit dem QR-Code vorgezeigt und gescannt. Das Armband zeigt keine Nutzerdaten an, sondern lediglich das Testergebnis und seine Gültigkeit. So wird sichergestellt, dass nur negativ getestete das Angebot in Anspruch nehmen können.

Informationen für Betriebe

Wie kann ich mich als Unternehmen anmelden?

Für die Teilnahme am Modellprojekt ist es erforderlich, dass Sie eine Vereinbarung mit der Stadt Norden abschließen. Die Vereinbarung steht in Kürze hier auf der städtischen Internetseite zur Verfügung.

Was kann ich vorbereiten?

Sie können sich als Betrieb kostenlos bei der Luca-App (www.luca-app.de) registrieren und sich mit einen QR-Code ausstatten.

Müssen sich meine Beschäftigten testen lassen?

Ja, die Landesvorordnung schreibt vor, dass sich alle Mitarbeiter/Innen testen lassen müssen. Der Test darf nicht älter als 24 Stunden sein. Selbsttests sind ausgeschlossen.

Wie lange kann ich mein Geschäft öffnen?

Betriebe dürfen bis maximal 22 Uhr öffnen. Eine Ausnahme gilt für kulturelle Angebote. Diese können bis 24 Uhr stattfinden.

Müssen meine Gäste die Außengastronomie genau um 22 Uhr verlassen?

Sie sollten die Speisen und Getränke so servieren, dass diese bis 22 Uhr verzehrt werden und die Kunden den Betrieb verlassen können.

Kann ich weiterhin „Click&Meet“ (Terminshopping) anbieten?

Beide Systeme funktionieren nicht parallel. Sie müssen sich für die Teilnahme am Modellprojekt oder für „Click&Meet“ entscheiden.

Kann ich weiterhin „Click&Collect“ (reine Abholdienste) anbieten?

Sofern die Ware wirklich vor dem Gebäude oder beispielsweise an einem Seiteneingang übergeben wird, kann parallel an dem Modellprojekt teilgenommen werden.

Müssen die Kunden einen negativen Test sowie die Luca-App vorhalten?

Ja, das negative Testergebnis ist seitens des Betriebes zu kontrollieren. Dabei ist darauf zu achten, dass dieser nicht älter als 24 Stunden sein darf. Der Check-In und der Check-Out erfolgt über die Luca-App. Geimpfte müssen statt des negativen Testergebnisses, die vollständige Impfung nachweisen.

Wie viele Kunden dürfen pro Quadratmeter in mein Geschäft?

Je 10 Quadratmeter ist ein Kunde zugelassen. In der Außengastronomie sowie bei kulturellen Angeboten gelten die Abstände gemäß der Hygienevorschriften je Platzangebot.

Bin ich verpflichtet am Modellprojekt teilzunehmen?

Nein, die Teilnahme ist freiwillig. Jeder Betrieb entscheidet für sich, ob er an dem Modellprojekt teilnimmt.

Kann ich zu den bisherigen Bedingungen öffnen, wenn ich nicht am Modellprojekt teilnehme?

Ja, die bisherigen Öffnungsreglungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung gelten weiterhin.

Kann ich mich auch nach Beginn des Modellprojektes noch anmelden?

Ja, Sie können sich jederzeit am Modellprojekt beteiligen.

Welchen Vorteil haben Betriebe/Unternehmen durch die Teilnahme an dem Modellprojekt?

Durch die täglichen kostenlosen Corona-Schnelltests ergeben sich für die Unternehmen, die Mitarbeiter/Innen sowie für die Kunden/Kundinnen die Gewissheit, dass die anwesenden Personen zum Zeitpunkt des Besuchs keine Corona-Infektion aufweisen. Damit tragen teilnehmende Betriebe nicht nur zu Erkenntnissen aus dem Projekt für zukünftige Maßnahmen bei. Sie schützen damit auch ihre Kundinnen und Kunden sowie Belegschaft.

Ziel der Schnelltests ist es, asymptomatische Corona-Infizierte zu identifizieren und möglichst schnell zu isolieren, damit sie andere nicht anstecken können. Durch das möglicherweise erhöhte Testaufkommen während der Modellphase kann es parallel dazu kommen, dass die Anzahl der bislang unbekannten positiven Corona-Fälle (Dunkelziffer) „aufgedeckt“ werden und die Inzidenz dadurch folglich auch steigt. Aus diesem Grund hat das Land Niedersachsen den Höchstwert der Inzidenz auf 200 gelegt. Bei diesem Wert muss das zuständige Gesundheitsamt entscheiden, ob und wie das Projekt weitergehen soll. Betriebe/Unternehmen, die sich nicht an der Modellkommune beteiligen, müssen wie in der Niedersächsischen Corona-Verordnung vom Stand 6. März 2021 beschrieben, den Betrieb von „Click&Meet“ bereits bei einem Inzidenzwert von 100 auf Anordnung des zuständigen Gesundheitsamtes beenden.

Wenn Sie weitere Fragen zur Modellkommune haben, richten Sie diese bitte vorzugsweise an folgende E-Mail-Adresse: modellkommune@norden.de

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