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Konzepte

Einzelhandelsentwicklungskonzept

Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt Norden 2018

Die Stadt Norden soll sich als attraktiver Einkaufsstandort weiter positiv entwickeln. Dazu bedarf es verbindlicher Leitlinien im Einzelhandel. Darüber hinaus hat sich der Handel durch weiterhin zunehmende Online-Angebote grundlegend verändert und wird dies in Zukunft auch weiterhin tun.

Die Stadt Norden hat im Dezember 2017 die Gesellschaft für Unternehmens- und Kommunalberatung mbH Dr. Lademann & Partner mit der Neuaufstellung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes beauftragt. Der Rat der Stadt Norden hat dieses Konzept am 07.02.2019 als städtebauliches Entwicklungskonzept in öffentlicher Sitzung beschlossen.

Übergeordnetes Ziel des Konzeptes ist es, die Innenstadt als Hauptgeschäftszentrum zu stärken, damit diese ihre Funktion als zentraler Ort für Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung sowie Kommunikation auch künftig erfüllen kann. Ebenso soll die Versorgung möglichst flächendeckend gesichert werden. Darüber hinaus dient das Konzept als Beurteilungsgrundlage für die Bauleitplanung, für die Beurteilung von Vorhaben und schafft somit Planungssicherheit für den Einzelhandel, Investoren und Grundstückseigentümer.

Stadtentwicklungskonzept

Das Stadtentwicklungskonzept (STEK) für die Stadt Norden bildet den Rahmen für aktuelle und künftige Entscheidungen der politischen Gremien und eine Leitlinie für das Verwaltungshandeln.

Das STEK soll Ziele und Schwerpunkte für die zukünftige Siedlungsentwicklung und Infrastrukturausstattung der Stadt erarbeiten, um eine Koordinierung der für die Stadtentwicklung bedeutsamen Planungen zu erreichen.

Mit einem Zeithorizont von rund 10 - 15 Jahren handelt es sich um eine grundlegende und langfristige Planung. Ziel ist es, ein breit abgestimmtes und zukunftsfähiges Konzept für die Entwicklung der Gesamtstadt zu erarbeiten. Dennoch werden auch kurzfristige Maßnahmen und Schlüsselprojekte aufgezeigt.

Aufgrund der Komplexität des Stadtgefüges können jedoch nicht alle Bereiche abgedeckt werden, vielmehr werden schwerpunktmäßig Aufgaben und Handlungsprioritäten gesetzt. Das heißt, durch das Stadtentwicklungskonzept versucht die Stadt, absehbare Probleme anzugehen und zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen (z. B. Bauland- und Wohnungsmarktentwicklung, demografische Veränderungen sowie zunehmende Differenzierung der Lebensformen und Haushaltstypen usw.).

Das STEK entfaltet keine rechtlichen Bindungen, soll aber durch die breite Öffentlichkeitsbeteiligung und die politischen Beschlüsse eine Selbstverpflichtung zum Handeln darstellen. Die Grundzüge des Stadtentwicklungskonzepts bilden die Basis für die Flächennutzungsplanung, die wiederum Voraussetzung für die Aufstellung oder Änderung von Bebauungsplänen ist.

Die letzte Fortschreibung des Stadtentwicklungskonzeptes der Stadt Norden erfolgte im Jahr 2008. Gegenwärtig erfolgt die Erarbeitung der nächsten Fortschreibung, mit der die Stadt Norden die Arbeitsgemeinschaft der Planungsbüros NWP Planungsgesellschaft mbH und re.urban Stadterneuerungsgesellschaft mbH aus Oldenburg beauftragt hat.

Wohnraumversorgungskonzept 

Wohnraumversorgungskonzept der Stadt Norden 2019

Der Wohnungsmarkt Deutschlands ist von gesamtgesellschaftlichen und wohnungswirtschaftlichen Trends geprägt, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

Verkleinerung von Haushalten

Die Zahl der Personen, die in einem Haushalt leben, nimmt stetig ab. Während im Jahr 1990 durchschnittlich rund 2,3 Personen in einem Haushalt lebten, waren es 20 Jahre später nur noch rund 2,0 Personen.

Alterung der Bevölkerung

Eine zentrale Herausforderung des demografischen Wandels in Deutschland stellt das Älterwerden der Bevölkerung dar. Während 1990 ca. jeder fünfte (20,4 %) Einwohner 60 Jahre oder älter war, stellt diese Altersgruppe aktuell bereits 27 % der Bevölkerung. Laut der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes werden im Jahr 2030 mehr als ein Drittel aller Einwohner mindestens 60 Jahre alt sein.

Ausdifferenzierung von Lebensstilen

Eine Liberalisierung gesellschaftlicher Normen hat in den vergangenen Jahrzehnten zu einer Ausdifferenzierung von Lebensstilen geführt – die Palette an Weltanschauungen, Religionen, Werten und Traditionen hat sich verbreitert. In der Wohnungswirtschaft sind neben der traditionellen Familie heutzutage u. a. Patchwork-Familien, Alleinerziehende, Singlehaushalte, Wohngemeinschaften von Studenten, Wohngemeinschaften von Senioren, Mehrgenerationenprojekte usw. zu berücksichtigen.

Zwar haben Investitionen in Immobilen in den vergangenen Jahren als Kapitalanlage an Bedeutung gewonnen, steigende Baukosten und Energiepreise sowie in zahlreichen Kommunen eine steigende Nachfrage (wachsende Haushaltszahlen) führen jedoch zu einer Verknappung insbesondere des preiswerten Wohnungsangebotes.

Vor diesen Hintergründen hat die Stadt Norden die NWP Planungsgesellschaft und die re.urban Stadterneuerungsgesellschaft mit der Erarbeitung eines Wohnraumversorgungskonzeptes beauftragt, das zum Inhalt die Prüfung von Angebot und Nachfrage insbesondere im Hinblick auf preiswerte Wohnungen hat.

Dabei stellt das Wohnraumversorgungskonzept gleichzeitig eine notwendige Rahmenbedingung zur Beantragung von Fördermitteln für den Mietwohnungsneubau durch Investoren dar. Mit den Änderungen in den Wohnraumförderbestimmungen (Januar 2016) besteht auch in Kommunen der - für die Stadt Norden geltenden - Mietenstufe 2 die Möglichkeit, Wohnraumfördermittel für Mietwohnungsneubau in Anspruch zu nehmen.

Die Erkenntnisse des Wohnraumversorgungskonzeptes werden in das in Aufstellung befindliche Stadtentwicklungskonzept einfließen.

Die Beratung und Beschlussfassung in den politischen Gremien ist für den Herbst 2019 geplant.

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