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Stadtportrait

Zahlen und Daten

Hundesteuer 2019

Für den 1. Hund 72,00 €
Für den 2. Hund 104,00 €
Für jeden weiteren Hund 136,00 €
Für gefährliche Hunde 600,00 €

Hebesätze 2019

Grundsteuer A 360,00 v. H.
Grundsteuer B 390,00 v. H.
Gewerbesteuer 380,00 v. H.

Abwassergebühr 2019

Die Abwassergebühr beträgt je cbm Schmutzwasser 2,44 €
Die Abwassergebühr für die Beseitigung von Niederschlagswasser beträgt je qm bebaute und befestigte Fläche jährlich 0,27 €

Flächen

Nordseedeichlinie

27,3 km

Gesamtfläche

106,27 qkm

Wohnflächen

806,64 ha

Gewerbe- und Mischflächen

276,80 ha

Siedlungsflächen für öffentliche und sonstige Nutzung

426,87 ha

Grün-, Erholungs- und Sportanlagen

381,43 ha

Straßen, Wege und Plätze

149,76 ha

Landwirtschaftlich genutzte Flächen

7404,35 ha

Waldfläche

76,91 ha

Gewässer, Gräben, Teiche

296,41 ha

Hafen- und Deichfläche

232,94 ha

Stand: Februar 2017
Quelle: Stadt Norden, Fachdienst Stadtplanung und Bauaufsicht

Einwohnerdaten

Einwohner 25.056
Einwohner je qkm 236
Einwohner nach Geschlecht

männlich 49,0 %

weiblich 51,0 %

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Statistik
Stand: 30.09.2018

Einwohnerzahl nach Ortsteilen

Norden-Stadtgebiet 16.912 1.572
Bargebur 450 22
Leybuchtpolder 452 13
Neuwesteel 319 7
Norddeich 1.373 169
Ostermarsch 257 4
Süderneuland I 2.855 128
Süderneuland II 837 29
Westermarsch I 405 17
Westermarsch II 449 66
Tidofeld 918 60
Gesamt 25.227 2.087
Insgesamt 27.314  

Quelle: Einwohnermelderegister Norden
Stand: 31.12.2018

Stadtgeschichte

9000 bis 4500 vor Christus:
Das bislang älteste Fundstück in Form einer handwerklich genutzten Geröllkeule aus dem Erdreich südöstlich von Norden zeugt von frühen menschlichen Aktivitäten in dieser Gegend.

Ab 6. Jahrhundert nach Christus:
Nach den Chauken und Sachsen bevölkern die von Westen eingewanderten Friesen das heutige Ostfriesland. Es entwickeln sich regionale Marktorte, darunter auch Norden.

11. Jahrhundert:
Beginn des Deichbaus in Ostfriesland.

13. Jahrhundert:
In einem mit der Stadt Bremen am 21. April 1255 besiegelten Vertrag zur Sicherung des Friedens und der Handelswege wird der um diese Zeit bereits städtisch geprägte Ort Norden erstmals urkundlich erwähnt.

Die bereits im 12. Jahrhundert errichtete Andreaskirche (Nordens erster steinerner Kirchenbau, heute Alter Friedhof), das Benediktinerkloster Marienthal, das Langhaus der Ludgerikirche (Baubeginn Anfang des 13. Jahrhunderts) auf dem 6,678 Hektar großen Marktplatz sowie die Wester- und Osterstraße sind schon vorhanden; hinzu kommt 1264 ein Dominikanerkloster.

Norden ist Mittelpunkt der später aufgelösten friesischen Landesgemeinde Norderland.

14. Jahrhundert:
Nach mehreren Flutkatastrophen dehnt sich die Leybucht weit nach aus Osten aus und bringt Norden für lange Zeit in die Situation eines bedeutenden Seehafens.

15. Jahrhundert:
Um die Mitte des Jahrhunderts lässt der Norder Häuptling und spätere Reichsgraf Ulrich Cirksena den Hochchor der Ludgerikirche errichten.

Aus dem Jahre 1498 ist das erste Norder Stadtsiegel bekannt.

1531:
Ein Heerhaufen des Häuptlings Balthasar von Esens zerstört zahlreiche Gebäude, darunter die Andreaskirche, die danach verfällt und 1756 vom Erdboden verschwindet.

1535:
Mit der „Instituta Nordana“ als Grundlage für eine Verfassung wird die Stadtbildung formalrechtlich abgeschlossen.

1686-92:
Der Hamburger Meister Arp Schnitger erbaut die heute weltberühmte Barockorgel in der Ludgerikirche.

1744:
Das Fürstentum Ostfriesland fällt an Preußen unter Friedrich dem Großen. Von der wirtschaftlichen Festigung profitiert auch Norden.

1794:
Norder Bürger gründen eine Fehngesellschaft für den Torfabbau im heutigen Berumerfehn; Kanalbau zum Norder Hafen..

1815:
Nach der Fremdherrschaft während der napoleonischen Zeit gehört Ostfriesland zum Königreich Hannover und wird 1866 wieder preußisch.

1883:
Anschluss an das Eisenbahnnetz in Richtung Emden und Wittmund; 1892 Weiterführung nach Norddeich.

1885:
Aus den alten Ämtern Norden und Berum entsteht der Landkreis Norden mit Sitz in der Küstenstadt.

1889-1892:
Bau der ersten Hafenmole in Norddeich.

1914:
Ausbruch des Ersten Weltkrieges; Anschluss der Stadt an die Elektrizitätsversorgung.

1919:
Die Landgemeinde Sandbauerschaft wird nach Norden eingemeindet.

1929:
Der Bau des Leybuchtsiels schränkt die bis dahin direkte Verbindung zum Meer ein. Die Hafenaktivitäten werden zunehmend nach Norddeich verlagert.

1932:
Der Landkreis Norden wird um die Krummhörn erweitert.

1938:
Am 9./10. November setzen die seit 1933 herrschenden nationalsozialistischen Machthaber im Stadtzentrum die jüdische Synagoge in Brand.

1939:
Ausbruch des Zweiten Weltkrieges, den Norden relativ unbeschadet übersteht. Einweihung der städtischen Wasserleitung.

1945:
Nach Kriegsende britische Militärregierung in Norden. Aufnahme zahlreicher Flüchtlinge aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.

1946:
Demokratische Neuordnung; im Herbst tagt der erste frei gewählte Norder Rat nach Kriegsende; Ostfriesland wird Teil des neu gebildeten Landes Niedersachsen.

1958:
Baubeginn für die Kanalisation; Gezielte Förderung des Fremdenverkehrs in den 1950er Jahren.

1968:
Beginn der Altstadtsanierung zwischen Markt und Hafen; die historische Struktur weicht Neubauten.

1972:
Im Zuge der niedersächsischen Gemeindereform werden die bis dahin selbständigen Umlandgemeinden Ostermarsch, Lintelermarsch mit Norddeich, Westermarsch I und II, Süderneuland I und II, Leybuchtpolder, Neuwesteel sowie der vorher zu Lütetsburg gehörende Ortsteil Bargebur als Ortsteile nach Norden eingemeindet. Tidofeld gehört bereits seit 1952 zum Stadtgebiet; Verstärkter Ausbau des Fremdenverkehrs; Gründung der Kurbetriebs-GmbH; Umfassende Deichverstärkung.

1973:
Einweihung des Meerwasserbadebeckens in Norddeich.

1977:
Norden verliert den Sitz des aufgelösten gleichnamigen Landkreises, der mit Aurich zum neuen Landkreis Aurich vereint wird; Das Gewerbegebiet Leegemoor wird erschlossen.

1979:
Das Nordseebad Norden-Norddeich wird staatlich anerkannt; Eröffnung des Meerwasser-Hallenwellenbades.

1981:
Einweihung des Weiterbildungszentrums der Kreisvolkshochschule.

1989:
Baubeginn für die Fußgängerzone Neuer Weg.

1996:
Die Klinik Norddeich nimmt den Betrieb auf.

2003:
Eröffnung des Erlebnisbades Ocean Wave in Norddeich.

2008 / 2009:
Bau der Ortsumgehung

2010:
Norden-Norddeich wird Nordseeheilbad

(Quellen und Literatur: Ufke Cremer/Johann Haddinga: Die Stadtchronik; Johann Haddinga/Martin Stromann: Norden-Norddeich – eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Verlag Soltau-Kurier-Norden, 2001.)

Stadtwappen

Das Wappen der Stadt Norden hat sich im Laufe der Jahrhunderte etwas gewandelt, bezieht sich aber im wesentlichen stets auf das offenbar älteste bekannte Stadtsiegel aus dem Jahre 1498.
Das Stadtsiegel von 1619 bestätigt diese Form. Das Wappen zeigt auf einem blauen Schild drei goldene sechsstrahlige Sporenräder im Verhältnis 2 (oben) : 1 (unten). Die Sporenräder sind dem Wappen der früher bis in das 15. Jahrhundert hinein in Norden vorherrschenden Häuptlingsfamilie Idzinga entnommen. Das Oberwappen zeigt eine Laubkrone auf dem Schild und als Schildhalter die bemäntelte Figur des heiligen Andreas vor dem Schrägkreuz stehend und den Schild haltend.

Der heilige Andreas war der Patron der 1288 fertiggestellten Andreaskirche und Schutzpatron der Stadt.

Die mächtige spätromanische Andreaskirche stand nördlich der Ludgerikirche auf dem Marktplatz. Sie beherrschte mit ihrer dreitürmigen Bauweise das Norder Stadtbild. Der mächtige Westturm diente der Schiffahrt als Landmarke. 1531 fiel die Kirche dem brandschatzenden Balthasar von Esens zum Opfer. Versuche, die Kirche wieder aufzubauen schlugen fehl. Die Bauten stürzten im 17. und 18. Jahrhundert ein, die Kirche verfiel und wurde schließlich 1756 abgerissen.

Die Farben der Stadt Norden sind gelb-blau.

Wichtiger Hinweis:
Verwendung oder Vervielfältigung des Wappens nur nach Genehmigung durch die Stadt Norden.

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